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Hände reichen
Der französische Senat debattiert diese Woche über einen Gesetzesentwurf, der es Menschen ermöglichen würde, die vor 1982 nach Anti-Homosexuellen-Gesetzen verurteilt wurden, finanzielle Entschädigungen zu erhalten.
Zwischen 1942 und 1982 wurden Tausende von Menschen nach zwei französischen Gesetzen verurteilt, die das Alter der Einwilligung für gleichgeschlechtliche Beziehungen festlegten und solche Beziehungen als erschwerenden Faktor in „öffentlichen Ärgernissen“ definierten.
Der Gesetzesentwurf, der am Mittwoch debattiert werden soll und von Senator Hussein Bourgi von der Sozialistischen Partei unterstützt wird, zielt darauf ab, die Rolle des Staates bei der Diskriminierung von Menschen, die sich in gleichgeschlechtlichen Beziehungen engagierten, anzuerkennen.
Bourgi betonte, dass die damaligen Gerichtsurteile schwerwiegende Folgen hatten, die heute oft unterschätzt würden. Neben der Anerkennung der staatlichen Fehler wolle er auch eine unabhängige Kommission zur Verwaltung von Entschädigungen von 10.000 Euro pro Opfer.
Experten wie der Soziologe und Historiker Antoine Idier halten die Initiative für wichtig, betonen jedoch, dass die Fokussierung auf nur zwei Gesetze aus jener Zeit zu restriktiv sei. Sie weisen darauf hin, dass Richter ein breiteres Arsenal an Gesetzen nutzten, um Homosexualität zu unterdrücken.
In Frankreich hatten Schätzungen zufolge mindestens 10.000 Menschen zwischen 1942 und 1982 aufgrund ihrer Homosexualität Strafen erfahren, was für viele Betroffene eine entwürdigende und traumatische Erfahrung war. *mk Quelle: AFP