Jahrzehntelang durften schwule und bisexuelle Männer in Deutschland kein Blut spenden, dann nur unter Bedingungen, die für andere nicht galten. Die Regeln haben sich geändert – die Frage, wie sachlich sie begründet waren, bleibt.
Worum ging der Streit?
Um die Frage, ob eine Gruppenzugehörigkeit ein Risiko beschreibt oder nur ersetzt, was man eigentlich fragen müsste: nach dem konkreten Verhalten. Die Kritik kam von Ärzt*innen ebenso wie von Verbänden.
Was gilt jetzt?
Die Kriterien wurden auf individuelles Risikoverhalten umgestellt. Wer spenden will, sollte die aktuellen Fragen beim Spendedienst prüfen – die Formulierungen ändern sich, und die Praxis hinkt der Regel manchmal nach.
Auch dazu: Medizin, STI, Prävention

