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Was ist Pinkwashing?

In den letzten 20 Jahren wurden in Deutschland vielfältige Kampagnen für die LGBT+ Zielgruppe aufgelegt. Ein neuerer Trend ist es, dass auch in Mainstreamwerbung mit Community-Themen geworben wird. Dies wurde zum Teil unter dem Gesichtspunkt Pinkwashing kritisch betrachtet, weil in manchen Fällen das Interesse den der Community ausschließlich durch den möglichen Umsatz motiviert erscheint. Wir definieren eine Kampagne als Pinkwashing, wenn sie sich der Symbole der LGBT+ Community bedient, ohne eine nachhaltige Beziehung zur LGBT+ Community aufzubauen.

Wer bewertet Pinkwashing?

Die Initiatoren von pink-washing.de sind Sprachrohe der LGBT+ Community, die diese seit zum Teil fünfzig Jahren auf ihrem Wert der Emanzipation und Anti-Diskriminierung begleiten. Dazu zählen im Moment die Medien Spartacus, männer, blu, leo, rik, gab, hinnerk, Check und mate. Die Plattform ist offen für weitere Player der queeren Community und hofft auf ein reges Interesse.

Wie bewerten wir Pinkwashing?

Es wurde ein erster Kriterienkatalog erstelllt, der fortwährend weiter entwickelt wird. Zur Zeit umfasst er vier Kriterien, für die jeweils ein gehobener, ein gesenkter oder ein neutraler Daumen vergeben wird. Die Einzelergebnisse werden in einer Gesamtbeurteilung zusammen gefasst und begründet. Den Unternehmen wurde zuvor Gelegenheit gegeben, zu offenen Fragen Stellung zu beziehen. Das Ergebnis wird der Öffentlichtkeit zugänglich gemacht und auf dieser Seite archiviert.

Wonach bewerten wir Pinkwashing?

  • Innovation: Erzeugt die Kampagne Aufmerksamkeit innerhalb der Community oder nutzt sie aktuelle, queere Trends oder einen neuartigen Kampagnen- ansatz? Unternehmen, die bestimmte Produkte oder Dienstleistungen an die LGBT+ Zielgruppe richten, sollten diese auf ihre verantwortungsbewusste Produktion in der gesamten Lieferkette überprüfen und mit diesen Angeboten ein Minimum an Umweltschäden oder gesundheitlichen Risiken verbinden.
  • Authentizität: Ein Engagement in der LGBT+ Community ist nur glaubhaft, wenn es sich nicht ausschließlich zu weniger Anlässen wie der Pride Saison abspielt, sondern ganzjährig präsent ist. Zeigt die Kampagne echtes Engagement für Vielfalt und für die Bedürfnisse der queeren Community?
  • Partizipation: Unternehmen, die sich mit Produkten und Dienstleistungen an die LGBT+ Community richten, sollten einen kleinen Teil der erlösten Einnahmen an Organisationen aus diesem Umfeld Spenden oder durch Sponsoring Maßnahmen zukommen lassen. Werden queere Menschen, Organisationen oder Firmen-Netzwerke bei der Gestaltung der Kampagne mit einbezogen?
  • Kommunikation: Unternehmen, die sich an die LGBT+Community richten, sollten die gewachsenen Kommunikationsstrukturen respektieren, die durch Vereine, Veranstalter und Medien über lange Jahre aufgebaut wurden. Es ist ein Zeichen von Intoleranz, an diesen Strukturen vorbei zu agieren und beispielsweise ausschließlich über soziale Netzwerke zu kommunizieren. Soziale Netzwerke stehen seit vielen Jahren in der Kritik, da sie systematisch Inhalte der Community zensieren. Werden queere Menschen, Organisationen oder Firmen-Netzwerke bei der Gestaltung der Kampagne mit einbezogen?

Wie kann man mitmachen?

Gerne bewerten wir Kampagnen, die ihr besonders wichtig findet. Dazu einfach eine Mail an: redaktion@männer.media