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Eisenherz

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1978: Es entwickelte sich in Berlin WIEDER eine sichtbare schwule Szene. Mann traute sich, schwul zu leben. Nicht umsonst ist der Uralt-Spruch „Du bist verrückt mein Kind, du musst nach Berlin“ entstanden (verrückt = nicht heteronormativ lebend).

Angefangen hatte alles natürlich schon ein paar Jahre früher, auch seit Rosa von Praunheims 1971er-Filmmeilenstein „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt“ Bewegung in die Szene brachte. Es gab Cafés, Partys, Bars und mit dem „Prinz Eisenherz“ dann auch einen Buchladen – gegründet von einem Kollektiv aus Queerdenkern, Querdenkern und Künstlern.

Roland vom Eisenherz-Team erinnert sich: „Wie war das alles damals ... Zum Beispiel Kohleofen im ersten Ladenlokal, die Akzeptanz der Verlage einem schwulen Buchladen gegenüber hielt sich in engen Grenzen, wöchentliche Kollektivsitzungen ... Anfang der 80er-Jahre gab es einen Auf- und Umschwung in der schwulen Literatur, in den USA erschienen die Werke von David Leavitt, in Deutschland das legendäre Buch von Matthias Frings und Elmar Kraushaar ,Männer.Liebe.’ welches eine Zeitenwende widerspiegelt, ein neues Selbstbewusstsein, das sich auch in der Literatur niederschlug. Eine heftige Zäsur bedeutete dann das Aufkommen von AIDS, auch dies fand sich ebenfalls in der Literatur wieder, aber vor allem natürlich auch in unserem realen Leben.“ Und heute? „Die wahrscheinlich aktuellste Herausforderung sind das Internet und Internetkaufhäuser, dies geht auch nicht an unserem Laden spurlos vorbei.“

Bis heute geben sich Stars wie Ralf König im Eisenherz die Ehre, es gibt Lesungen – und amazon zum Trotz – reges Leseratten-Treiben und genug Umsatz, um als traditioneller Buchladen leben und damit Berlin zu bereichern und queeren Autoren eine Plattform zu geben.

Eisenherz, Motzstr. 23, Berlin, www.prinz-eisenherz.com

Foto: www.facebook.com/eisenherz.berlin

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